„Lautertal ist unsere Heimat und soll auch in ein paar Jahren noch lebens- und liebenswert sein“, schreiben die Grünen. Doch Lebensqualität bleibe nicht von allein erhalten. In den vergangenen Jahren seien wichtige Angebote weggefallen, die viele Menschen vermissen – zum Beispiel Restaurants oder Einrichtungen der Nahversorgung. „Deshalb braucht Lautertal eine aktive und vorausschauende Entwicklung. Auf schöne Zufälle sollten wir nicht warten“, sagt Listenkandidatin Susanne Gabski, die sich auch in der katholischen Kirchengemeinde in Reichenbach engagiert. Die Grünen sind überzeugt, dass ein „Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept“ (ISEK) ein geeignetes Instrument ist, um die richtigen Weichen für die Zukunft zu stellen. „Integriert“ bedeutet: Unterschiedliche Ziele – etwa Wohnen, Arbeiten, Versorgung, medizinische Hilfen und Zusammenleben – werden gemeinsam gedacht und aufeinander abgestimmt.
Ortsbeiräte als Entwicklungsmotor
Ein solches integriertes Entwicklungskonzept schlage mehrere Fliegen mit einer Klappe. So würden darin Themen wie beispielsweise Wohnbauentwicklung, Nahversorgung, Medizinische Versorgung, Gewerbe oder auch Soziales verknüpft betrachtet. „ISEK sind ein Instrument, um gemeinsam mit den Bürgern Lautertal zukunftsweisend zu planen und dann auch aktiv umzusetzen“, formuliert der Vorsitzende des Ortsvereins, Thomas Willumeit. „Als Gadernheimer weiß ich genau, wie ein schleichender Verlust von dörflichen Angeboten die Lebensqualität Stück für Stück beschneidet.“ Sandra Maus ergänzt: „Daher erachten wir es als Chance, in verschiedenen Lautertaler Orten das Leben mittels ISEK langfristig wieder attraktiver zu machen.“ Man könne sich sehr gut vorstellen, den Ortsbeiräten eine wichtige Steuerungsfunktion zu geben, führt Maus aus. Die Ortsbeiräte seien ideales Bindeglied zwischen Verwaltung, Kommunalpolitik und den Ortsbürgern, zudem gut vernetzt und sie kennen ihre Orte wie aus der Westentasche.
Finanzielle Förderung
„Da Lautertal mittlerweile chronisch finanzschwach ist, möchten wir gleich darauf hinweisen, dass ISEKs in Hessen von Land und Bund mit 60-80% gefördert werden. Finanzschwache Kommunen können noch stärker unterstützt werden“, ergänzen Jörg Gebauer und Frank Arndt. Lautertal brauche immer einen verantwortungsvollen Blick in die Haushaltslage, so die beiden, doch dürfe man die Gemeinde auch nicht kaputtsparen. „Da die Arbeitsschwerpunkte solcher städtebaulichen Entwicklungskonzepte von der Kommune frei bestimmt werden können, lässt sich das optimal auf unsere Bedürfnisse anpassen. So könnte beispielsweise in Gadernheim vertieft auf die Verbesserung der Nahversorgung geachtet werden, während in anderen Dörfern beispielsweise das kulturelle Miteinander stärker in den Blick genommen werden kann. Gemacht wird am Ende, was die Bürger wollen und was gebraucht wird.“ Wichtig sei, so die Grünen, dass Lautertal auch morgen und übermorgen noch attraktiv bleibe und die Lebensqualität wieder steige. Gemeinschaftliches Engagement werde in Lautertal großgeschrieben. „Daher können gemeinsam erstellte Zukunftskonzepte gute Perspektiven entwickeln und Zusammenhalt fördern.“
Bündnis 90/Die Grünen – Lautertal

Verwandte Artikel
Verkehrsprobleme im Bürger-Dialog lösen
„Wie kann man es schaffen, zu Verkehrsproblemen bürgerlich breit akzeptierte Lösungen zu finden“, fragen die Lautertaler Grünen. Aus Erfahrung wisse man, dass die Verkehrssituation immer wieder für Aufregung sorge. Je…
Weiterlesen »
Kindergarten-Neubau in Elmshausen: Der Widerstand wächst
Die Lautertaler Grünen wollen den Neubau des Kindergartens in Elmshausen nicht mehr mittragen. In einer Sanierung sehen sie mehr Sinn. Was das kosten würde und wo die nötigen zusätzlichen Plätze…
Weiterlesen »
Vision Lautertal: Gemeinsam für ein lebendiges, gesundes und grünes Zuhause!
Wir setzen auf zukunftsorientierte Gemeindeentwicklung – mit klaren Zielen: ✅ Dienstleistungsgewerbe ansiedeln, um Arbeitsplätze vor Ort zu schaffen und die Nahversorgung zu stärken. ✅ Gemischte Neubaugebiete ausschreiben, die Wohnen, Arbeiten…
Weiterlesen »